Beitrag von Sara Ardabili, Hamburg

Hauptteil: Durchführung und Ergebnis

Bei einer Broschüre gibt es zwei wesentliche Bereiche, die beachtet werden müssen: Das sind der Inhalt (Text) und die Gestaltung (Layout), welche beide mit der jeweiligen Zielgruppe zusammenhängen.

Über die Zielgruppe war ich mir von Anfang an bewusst: Ich wollte keine Wissenschaftler und Fachleute ansprechen, sondern einfache Bürger, die ich auf das virtuelle Wasser aufmerksam machen und zum Helfen animieren wollte.

 

Zunächst nun zum Inhalt, welchen ich in sechs Rubriken unterteilt habe:

Meine erste Rubrik war natürlich das Titelblatt, auf welchem das Thema benannt werden sollte.

Danach hielt ich es für sinnvoll als zweite Rubrik eine kurze Einleitung anzuhängen, anstatt sofort mit dem Thema zu beginnen.

Da nahezu allen meiner Zielgruppe das virtuelle Wasser gänzlich unbekannt ist, musste meine Broschüre eine Rubrik beinhalten, in welcher das virtuelle Wasser definiert wird. Dies war die dritte Rubrik. Dort habe ich auch gleich noch eine Definition des water-footprints, eines verwandten Themas, angefügt.

Da ich meine Broschüre sehr anschaulich gestalten wollte, war auch die vierte Rubrik eindeutig. Ich musste Beispiele aufführen, am besten welche, die zum täglichen Bedarf meiner Zielgruppe gehörten. Dadurch wollte ich erreichen, dass sie sich direkt angesprochen fühlen und bemerken, dass dieses Thema auch sie betrifft.

Wenn meine Zielgruppe schließlich bemerkt hat, wie sehr sie dieses Thema selbst betrifft, war es wichtig, ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie mit diesem Thema helfen können, der Wasserkrise entgegenzuwirken. Dies sollte in der fünften Rubrik passieren: Hier wollte ich zunächst den Zusammenhang zwischen dem virtuellen Wasser und der Wasserkrise erklären und dann konkrete Hilfsmöglichkeiten für meine Zielgruppe benennen.    

Ebenso wie ich nicht direkt mit dem Thema beginnen wollte, sondern eine kurze Einleitung vorschob, sollte meine Broschüre auch nicht direkt mit diesem enden. Daher fügte ich als sechste und letzte Rubrik Internetadressen hinzu, unter welchen sich meine Zielgruppe weiter informieren konnte, da meine Broschüre ja nur eine kurze Heranführung an das Thema darstellen sollte.

 

 

Nun zur Gestaltung:

Neben dem Text, der natürlich sehr gut geschrieben sein musste (interessant, nicht zu lang oder langatmig, anschaulich, etc.), spielte auch die Gestaltung eine sehr große Rolle: Sie musste Aufmerksamkeit erregen und meine Zielgruppe ansprechen. Sie musste sie animieren, meine Broschüre zu lesen, und letztendlich aus ihr etwas mitzunehmen und zu helfen.

Die Gestaltung fing schon beim Format der Broschüre an: Ich hatte mir zunächst viel zu komplizierte Formate ausgesucht, bis ich mich schließlich für ein dreispaltiges DinA4-Format entschieden habe (siehe auch Abbildung 1).

Abb. 1: dreispaltiges DinA4-Format

Meine Textverteilung sah dann folgendermaßen aus: Die vordere Seite belegte das Titelblatt. Im einmal aufgeklappten Zustand befanden sich rechts meine Einleitung und links die Definitionen. Im vollständig aufgeklappten Zustand waren dann rechts der Zusammenhang zwischen virtuellem Wasser und der Wasserkrise und die Hilfsmöglichkeiten und in der Mitte war Platz für die Beispiele. Auf der hinteren Seite befanden sich die weiterführenden Internetadressen und das Impressum. (siehe auch Abbildung 2)

Abb. 2: Textverteilung

Der nächste Schritt war, den Text so zu gestalten, dass er Aufmerksamkeit erregt und interessant wirkt:

Zunächst zur Schriftart und zur Schriftgröße: Ich habe den gesamten Text in Times New Roman in Schriftgröße 13 geschrieben. Times New Roman habe ich gewählt, da es eine schlichte Schriftart ist, welche nicht durch zu viele Ausschmückungen ablenkt, und Schriftgröße 13 fand ich eine gute Größe, die weder zu viel Platz einnimmt, noch zu schwer zu entziffern ist. Um die Aufmerksamkeit zunächst auf die Überschriften zu lenken, habe ich diese fett, kursiv und in Schriftgröße 20 gedruckt. Besonders wichtige Wörter oder Sätze im Text habe ich ebenfalls fett, kursiv oder größer gedruckt.

Als nächstes zur graphischen bzw. bildliche Darstellung: Um meine Broschüre ein wenig interessanter und ansprechender zu gestalten, habe ich mir überlegt, anstatt des langweiligen weißen Hintergrunds ein Bild passend zum Thema Wasser als Hintergrund einzufügen. Desweiteren habe ich zu meiner Rubrik der Beispiele Bilder hinzugefügt und als kleines Schaubild angeordnet, um den ein wenig starren Text wenigstens einmal zu unterbrechen.

Der letzte Punkt bei der Gestaltung war das Titelblatt: Das Titelblatt nimmt bei einer Broschüre wahrscheinlich die bedeutendste Rolle ein: Es entscheidet darüber, ob die Broschüre aufgeklappt und gelesen wird. Demnach habe ich für die Gestaltung meines Titelblattes auch am längsten Zeit gebraucht. Natürlich musste hier zum einen das Thema, nämlich virtuelles Wasser, benannt werden. Diesen Titel ergänzte ich außerdem durch die kritische Unterüberschrift der versteckte Wasserverbrauch. Zum anderen brauchte mein Titelblatt auch eine bildliche Darstellung, um dieses etwas anschaulicher und interessanter zu gestalten. Dabei hatte ich bis zu meinem Endergebnis drei verschiedene Ideen: Die erste war, verschiedene Bilder zum Thema virtuelles Wasser abzudrucken. Ich habe mir also sechs verschiedene Produktfelder herausgesucht und auf dem Titelblatt angeordnet. Diese Idee habe ich allerdings sehr schnell wieder verworfen, da sich solche „Produktbilder“ schon einmal in meiner Broschüre, nämlich in der Rubrik der Beispiele, befanden und ich diese Idee nicht auf dem Titelblatt wiederholen wollte. Ich wollte für mein Titelblatt etwas völlig Neues verwenden. Hier kam meine zweite Idee ins Spiel: Diese war, das Thema virtuelles Wasser als Comic-Abbildung darzustellen. Doch diese Gestaltung passte nicht in das übrige Konzept meiner Broschüre. Meine dritte Idee war dann, das Hintergrundbild noch einmal in einem kleineren Format auf dem Titelblatt abzubilden. Doch dies war zu schlicht und sah sehr langweilig aus. Letztendlich habe ich das Titelblatt meiner Broschüre mit drei Bildern, welche alle das Thema Wasser darstellen, ausgeschmückt. (siehe auch Abbildung 3)

Abb.3: verschiedene Titelblatt-Gestaltungen

Meine endgültige Broschüre habe ich am 20.10.2009 zu 100 Exemplaren drucken lassen und am 23.10.2009 und am 24.10.09 einmal in der Hamburger Innenstadt (Mönckebergstraße) und dann am Winterhuder Marktplatz in Hamburg verteilt.