Beitrag von Sara Ardabili, Hamburg
Einleitung: Vorüberlegungen, Thema und Ziel der Aufgabe
Ich habe in den letzten Jahren schon viel über das Thema Wasser gehört und mich oft mit diesem auseinandergesetzt. Dies ist nicht verwunderlich, denn schließlich ist das Thema Wasser eines der zentralsten und wichtigsten Themen in unserer heutigen Welt. Ständig wird von Wassermangel, Wasserverschwendung und schließlich von Wasserkrise geredet. Das Thema Wasser erobert Zeitungen, Zeitschriften, das Internet, das Fernsehen und sogar den Schulunterricht. Selbst in der Politik und im Wahlkampf, meist als untergeordnetes Thema des Klimawandels, ist es zu erkennen. Es gibt vermehrt Diskussionen, Versammlungen und Veranstaltungen (z.B. die Weltwasserkonferenz, die Weltwasserwoche, etc.). Wasser überschwemmt sowohl den Buchmarkt (z.B.: John R. McNeil: Blue Planet; Wolfram Mauser: Wie lange reicht die Ressource Wasser?; Silvia Feist: Weltmacht Wasser: Weltreporter berichten; etc.) als auch die Filmindustrie (z.B.: Al Gore: Eine unbequeme Wahrheit; Yann Arthus-Bertrand: Home; etc.). Überall kann man sich über das Thema Wasser informieren.
Dies alles sind Maßnahmen, um auf die Wasserkrise und ihre negativen Folgen aufmerksam zu machen und so die Menschen zum Wassersparen zu animieren. In Deutschland zeigten sich schon positive Wirkungen: Die Menschen gehen deutlich bewusster mit dem wertvollem Nass um und der tägliche Wasserverbrauch ist inzwischen auf 124 Liter pro Person gesunken.
Warum also sollte man sich dann noch weiter mit diesem Thema beschäftigen, wo es doch schon ein solches Überangebot gibt? Ich finde Wasser unglaublich faszinierend und habe mich immer gefragt, was ich machen kann, um Wasser in seiner ursprünglichen Form auf der Erde zu erhalten. Man denkt immer, dass diese Aufgabe vor allem an den Regierungen der einzelnen Länder und deren Koordination liegt und man als einfacher Bürger keinen Anteil daran nehmen kann. Dass dies aber nicht stimmt, zeigen schon die üblichen Wassersparmaßnahmen, welche in Deutschland sehr positive Wirkungen hervorgerufen haben. Dass in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern der EU schon viel sparsamer mit Wasser umgegangen wird, ist gut, aber ich denke, dass vor allem für die Länder, in welchen heute schon Wasserknappheit herrscht, Maßnahmen überlegt werden müssen, da dort eine noch größere Wasserknappheit die schwersten Folgen für Mensch und Natur hat. Daher bin ich auf das Thema „virtuelles Wasser“ und schließlich auf den Ideenwettbewerb gekommen. Das Thema des virtuellen Wassers hat im Zusammenhang mit der Wasserkrise noch kaum Beachtung gefunden und ist den meisten unbekannt. Das Konzept bietet aber ein unglaubliches Potential, gerade in den wasserarmen Ländern Wasser zu sparen und Wasser insgesamt nachhaltiger einzusetzen, und stellt für jeden, der aktiv mithelfen möchte, der Wasserkrise entgegenzuwirken, eine gute Möglichkeit dar.
Ich überlegte mir also, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, also die Menschen auf das virtuelle Wasser aufmerksam zu machen und sie darüber informieren. Den besten Weg dafür hielt ich, eine Broschüre zu entwerfen und diese kostenlos zu verteilen. Natürlich war mir bewusst, dass schon Bücher und auch andere Broschüren über dieses Thema existierten, wie z.B. das Buch Wie lange reicht die Ressource Wasser? von Wolfram Mauser, in welchem ein Kapitel dieses Thema behandelt, oder auch die Broschüre Virtuelles Wasser von der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V. (VDG). Auch wusste ich, dass auch andere, wie beispielsweise Arbeitskreis Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU), sich zum Ziel gesetzt hatten, das virtuelle Wasser populärer zu machen, und diese deutlich bessere Möglichkeiten hatten als ich. Ich wollte aber eine Broschüre entwerfen, die dieses Thema einfach und anschaulich erklärt und sich nicht in der Fachsprache verliert. Ich wollte den Menschen konkret Maßnahmen aufzeigen, damit sie merken, dass jeder mithelfen kann und wie einfach es ist, etwas Wirkungsvolles zu tun. Ich wollte nicht nur Wissenschaftler und Fachleute erreichen, sondern wirklich alle Menschen in jeder Altersgruppe. Daher hielt ich es auch für notwendig, die Broschüre kostenlos zur Verfügung zu stellen und nicht wie alle professionellen Autoren Geld dafür zu verlangen.
Für die Erde steht so viel auf dem Spiel und trotzdem sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft und es gibt noch so viele Menschen, die gerne helfen würden, aber nicht können, da sie keine Vorstellung davon haben, was sie machen könnten. Ich wollte wenigstens auf eine neue Möglichkeit aufmerksam machen und den Menschen Maßnahmen aufzeigen, damit jeder, der helfen möchte, auch helfen kann.



